Richtig linkisch

Eine Vielzahl der heutigen Bedeutungen von „links“ und „rechts“ lassen sich bereits in der Wortgeschichte ablesen.

So bedeutete das mittelhochdeutsche „reht“ erst einmal „in gerader Linie, gerade“. Als Nebenbedeutungen

führt das Wörterbuch auf: „so wie es sich nach Sitte oder Gesetz gebührt: recht, gerecht, gehörig, wahrhaft, wirklich, eigentlich“.

Formulierungen wie „zur rechten Seite oder mit dem rechten Finger“ tragen häufig die Doppelbedeutung rechts/richtig („schicklich“).

„Links“ als Gegensatz dazu bedeutet daher: auf der falschen Seite, unrecht, ungehörig

(„linkisch“).

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*