Lesen im Sommer

In den „Reisen für Verliebte“ (Gerstenberg) stellt Iris Schürmann-Mock europäische Urlaubsziele berühmter Paare wie Ingrid Bergmann und Roberto Rosselini oder Königin Victoria und Prinz Albert vor. Dieser gelungenen Mischung von Reiseführer und Fotoband sind außerdem Ausflugstipps und ein Adressteil hinzugefügt.

  Beim Reisen in das Leben anderer eintauchen – mit diesen Hörbüchern ist das möglich: Der in Budapest geborene Theatermacher George Tabori liest seine Autobiografie „Autodafé“ (Wagenbach). „Gegen Familie gibt es keine Rettung“, sagt er. Und so erzählt Tabori amüsiert und liebevoll von eben dieser. Auch Lotti Huber schrieb einst ihre Autobiografie mit dem Motto „Diese Zitrone hat noch viel Saft“ (Kunstmann). Die wird nun von der Schauspielerin Hannelore Hoger („Bella Block“) gelesen. Lottis Leben als Halbjüdin in Berlin, Palästina und Kairo ist spannend und ergreifend – auch wenn dem Hörbuch Lottis einzigartige Stimme fehlt. Das Hörbuch „Das sterbende Tier“ (Der Hörverlag) vom amerikanischen Meisterromancier Philip Roth beschreibt das Leben und Leiden des alternden Literaturprofessors David Kepesh. Dabei überzeugen die herausragende Wortwahl und der gekonnte Einsatz von Sprache. Selten hat ein Buch so zu Tränen gerührt. Mario Adorf stellt in den 16 sehr privaten Geschichten von „Der Fotograf von San Marco“ (KiWi) sein Italien vor, in dem er seit 40 Jahren lebt. Adorf ist ein großartiger Erzähler der nebenbei noch erklärt, warum ein Espresso am Abend nicht zu einer schlaflosen Nacht führt und was es mit der titelgebenden Geschichte auf sich hat. In Viveca Lärns Roman „Sommer auf Saltön“ (Wunderlich) verbringen drei junge Frauen den Sommer auf der schwedischen Insel Saltön. Sara, Emily und Johanna können sich zuerst nicht leiden, doch dann entdecken sie ihre Gemeinsamkeiten: die Männer und die Liebe. Amüsante und leichte Lektüre für den Strand, die Wie-se oder das heimische Sofa. 

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