Kleine Zeitreise

Aufstände in der Menschheitsgeschichte

Aufstände gab es in der menschlichen Geschichte in ungezählter Zahl. Dabei hat sich eine Personengruppe häufig bewaffnet gegen eine bestehende Regierung aufgelehnt. Oft werden Aufständische als Rebellen bezeichnet, wenn auch heute dieser Begriff meist für Guerilla-Kämpfer verwendet wird; früher war „Insurgenten“ die geläufige Bezeichnung.

Spartacusaufstand (73 v. u. Z.):
Spartacus erzielte mit seinem Sklavenheer zahlreiche militärische Erfolge gegen die römischen Legionen, bevor sein Heer umstellt und besiegt wurde.

Nika-Aufstand (532):
Hohe Steuerforderungen und ein gleichzeitiger Sparkurs sowie das absolutistische Gebaren des Herrschers von Gottes Gnaden?g führten zu Brandstiftungen, Verwüstungen und Straßen- und Häuserkämpfen, Ausrufung eines Gegenkaisers und Massakern.

Bauernaufstände:
Im 14. Jahrhundert kam es in Frankreich ( Jacquerie?g), England ( Peasant?fs Revolt?g, 1381) zu Aufständen gegen das feudale System. Auslöser war durch Steuererhöhungen und Verwüstungen der Hundertjährige Krieg. Der Bauernkrieg in Deutschland Anfang des 16. Jahrhunderts erwuchs ebenfalls aus den Forderungen von Adel, Beamten, Kirche. Die Reformation kam als weiterer Auslöser hinzu.

Englischer Bürgerkrieg (1642 49):
Die Spannungen zwischen absolutistischem König und Unterhaus sowie die Gegensätze zwischen Anglikanern, Puritanern, Presbyterianern und Katholiken führten zur Hinrichtung des Königs, der zeitweiligen Abschaffung der Monarchie und der Errichtung einer Republik in England.

Boston Tea Party (1773):
Am 16. Dezember 1773 warfen symbolisch als Indianer verkleidete Bostoner Bürger Ladungen Tee der englischen East India Trading Company von drei dort ankernden Schiffen ins Hafenbecken.

Französische Revolution (1789):
Vom 14. Juli 1789 (Sturm auf die Bastille) bis zum 9. November 1799 (Beginn der Herrschaft Napoleons) wandelte sich Frankreich von der absoluten Monarchie zur Republik. Die Errungenschaften der Revolution sind Basis der westlichen Demokratien.

Dekabristenaufstand (1825):
Führende Offiziere verweigerten am 26. Dezember 1825 den Eid auf den russischen Zaren Nikolaus I. und wurden daraufhin gehängt, degradiert und verbannt.

Deutsche Revolution (1848/49):
Die Märzrevolution erzwang von Berlin bis Wien liberale Regierungen in den Einzelstaaten (Märzkabinette) und die Durchführung von Wahlen zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung.

Taiping-Rebellion (1851 64):
Die Konfrontation zwischen China unter der niedergehenden Qing-Dynastie und einer Sekte um Hong Xiuquan, einem zum Christentum konvertierten Mystiker, führte zu einem der blutigsten Konflikte in der chinesischen Geschichte mit wahrscheinlich 30 Millionen Toten.

Pariser Kommune (1871):
Der Pariser Stadtrat versuchte, vom 18. März bis 28. Mai 1871, Paris nach sozialistischen Vorstellungen zu verwalten.

Spartakusaufstand (1916):
Am 7. Januar traten etwa 500.000 Berliner in den Generalstreik. Innere Querelen innerhalb der politischen Gruppen führten zu einem raschen Ende. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sind die bekanntesten Opfer der anschließenden Aufräumaktionen?g.

Warschauer Aufstand (1944):
Die militärische Erhebung der polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzungstruppen am 1. August 1944 war die größte einzelne bewaffnete Erhebung im besetzten Europa während des Zweiten Weltkrieges.

17. Juni 1953:
Ein Streik gegen die Normenerhöhung, Demonstrationen und vielfältige Proteste mobilisierten alle Bevölkerungsschichten der DDR. Mit Ausnahmezustand, militärischer Präsenz, Normenzurücknahme und freiwilliger Aufgabe endete dieser Aufstand rasch.

Nelkenrevolution (1974):
Die Armee in Portugal erhob sich am 25. April 1974 gegen die Diktatur des Estado Novo. Sie verdankt ihren Namen den Nelken, die den aufständischen Soldaten in die Gewehrläufe gesteckt wurden, und verlief beinahe unblutig; es gab nur 13 Tote.

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