Grenzerfahrung

Wir sprachen mit Laura B. Sie studiert Mathe an der FU.

Was braucht man um Mathe zu studieren?
Eine unglaubliche Ausdauer, eine sehr hohe Frustrationsgrenze und vor allem viel Spaß daran, intellektuelle Grenzen zu erfahren.
Das hört sich nicht gerade nach Zuckerschlecken an. Warum machst du das?
Ich brauch das irgendwie, damit ich ausgelastet bin. Die Befriedigung ist unglaublich hoch, wenn du weißt: Bis dahin komme ich mit Verstand und weiter nicht.
Wenn Mathe so befriedigend ist – gibt es Parallelen zum Sex?
Das ist nicht vergleichbar. Sex ist punktuell und hält nicht lange an. Bei Mathe ist der Gefühlszustand eine Art Ekstase: Jetzt bin ich stolz darauf, das habe ich selbst gemacht.
Wie oft kommt das vor?
Ich weiß nicht, ich führe darüber nicht Buch. Aber einmal in drei Wochen maximal.
Haben Mathe-Studierende weniger Sex?
Ich glaube, der Durchschnitts-Mathematiker hat weniger Sex. Wenn du den ganzen Tag nachgedacht hast, kannst du abends nicht abschalten. Dann hast du keine Lust auf Sex.
Und dein Freund ist dann genervt.
Ja, ich glaube, der findet das schon manchmal doof.
Haben andere Mathematiker mehr Verständnis dafür?
Ja, das passt vielleicht besser. Aber bei Physik geht das auch ganz gut.

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