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Der Rhetoriktrainer Nicolas Matt gibt Tipps, die nicht nur in Karrierefragen helfen.

Nicolas Matt, Bewerben, Rhetorik Nicolas Matt, jüngster Rhetoriktrainer Deutschlands, zeigt kleine Marotten im Vorstellungsgespräch und wie wir sie verhindern können. (Foto: PR)

Erlaubt ist, was wirkt. Auch beim Vorstellungsgespräch. Ihr müsst wissen, dass ihr den Gegenüber durch eure Authentizität überzeugt. Jede Entscheidung ist emotional bedingt. Daher solltet ihr besonders darauf achten, durch eure Ausstrahlung einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Dafür sind die einfachsten Tipps die besten.

Auf die Körperhaltung und den Stand achten

„Rückgrat zeigen“ und „Standfestigkeit beweisen“ kennst du aus dem Volksmund. Wer überzeugen will, muss das auch mit seinem Körper kommunizieren. Stehe fest auf beiden Beinen. Kein Wippen. Kein Schaukeln.

Ein Großteil der zwischenmenschlichen Kommunikation spielt sich auf dem Gebiet der nonverbalen Signale ab – Körpersprache und Stimme sind daher mit 93 Prozent eurer Gesamtwirkung (dem Inhalt wird etwa 7 Prozent beigemessen) entscheidend für dein Auftreten. „Wie du gehst, so geht es dir – wie du stehst, so steht es um dich.“

Beim Telefonieren stehen

Deine Stimme wird maßgeblich durch die Körperhaltung beeinflusst. Eine aufrechte Körperhaltung ist Grundlage für genug Luft in deiner Lunge. Mehr Luft für eine starke Stimme!

Deutlich und klar sprechen

Klare Aussagen bringen klare Antworten. Achte daher darauf, deinen Mundraum beim Sprechen zu öffnen. Sonst bleiben die Schallwellen im Mund gefangen, und da sollen sie ja schließlich raus. Eine optimale Übung: Lies jeden Tag einen Zeitungsartikel laut vor, während du mit den Schneidezähnen auf einen Korken beißt. Nach einigen Tagen wird sich deine Aussprache spürbar verbessern.

Ruhig Pausen lassen

Pausen erhöhen deine Wirkung. Lass dein Gesagtes wirken, dein Gegenüber soll mitdenken. Stell dazu rhetorische Fragen und mach danach Pausen.

Blickkontakt aufbauen und halten

Mit dem richtigen Blickkontakt erreichst du mehr, als du glaubst. Verstärke dein Gesagtes durch Augenkontakt. Falls es dir schwer fällt, anderen Menschen lange in die Augen zu schauen, konzentriere deinen Blick auf die Nasenwurzel. Dein Gegenüber nimmt dich dann noch intensiver war.

Bleibe du selbst

Natürlich und glaubwürdig auftreten ist das Stichwort. Verhalte dich nicht aufgesetzt, sondern punkte mit Natürlichkeit, Humor und einer Portion Selbstkritik. Mache dir zu jeder Zeit bewusst, dass alle anderen auch nur mit Wasser kochen. Das beruhigt ungemein.

Freundliches Lächeln

Wie ein altes chinesisches Sprichwort bereits sagt: „Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“ Das Phänomen kennt jeder, der gelegentlich in eine Disko geht. Punkte mit einem natürlichen Lächeln. Denk dazu einfach an etwas Schönes wie deinen letzten Sommerurlaub.

Weiterführende Links:

Die Internetseite von Nicolas Matt mit Interviews, Terminen und seinem Seminarangebot.

Auch unser Redakteur Gerhard Winkler hat sich Gedanken zum Bewerben gemacht und stellt dar, worauf vor einem Bewerbungsgespräch zu achten ist.

 

Theo Moßböck
Über Theo Moßböck (20 Artikel)
Jung, gutaussehend, sicher bald erfolgreich: Kam aus der Provinz nach Berlin, will später Architekt werden und springt dort in die Bresche, wo alle anderen kneifen.

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