Kultur

In Berlin und Potsdam gibt eine Menge zu sehen und hören. Hier findet ihr Tipps für Ausflüge im Umland, Musik, Filme und Literatur für Begeisterungsfähige und wichtige Kulturtermine für den Stadtstudenten.

Zwölf

Wirklich neu ist die Idee von reichen, gelangweilten Kids und ihrem Zeitvertreib mit Drogen nicht. Dass man McDonells Geschichte um den Drogendealer White Mike und seiner jungen Kundschaft dennoch verschlingt, liegt an seiner packenden Erzählweise, [...]

28. März 2006

Der Mieter

Mario verstaucht sich beim morgendlichen Joggen den Fuß - und damit gerät sein Leben ins Schleudern: Sein neuer Nachbar stellt sich nicht nur als sein ärgster Job-Konkurrent heraus, sondern spannt Mario auch noch die Freundin aus. [...]

28. März 2006

Lesen im Sommer

In den "Reisen für Verliebte" (Gerstenberg) stellt Iris Schürmann-Mock europäische Urlaubsziele berühmter Paare wie Ingrid Bergmann und Roberto Rosselini oder Königin Victoria und Prinz Albert vor. Dieser gelungenen Mischung von Reiseführer und Fotoband sind außerdem Ausflugstipps und ein Adressteil hinzugefügt. [...]

28. März 2006

Die Romantiker

Liebe hat viele Gesichter. Barbara Gowdy entwirft in "Die Romantiker" (Kunstmann) gekonnt verschiedene Liebesszenarien, die sich vor allem darin gleichen, dass sie mehr Schmerz als Glück bringen: [...]

28. März 2006

Schlag auf Schlag

Jack Johnson die Hitfabrik. Nur ein Jahr ist vergangen, seitdem der amerikanische Singer-Songwriter und Surfer Jack Johnson seinen internationalen Durchbruch mit seinem dritten Album „In Between Dreams“ hatte, und schon steht sein neues Studioalbum „Sing-A-Longs and Lullabies for the Film Curious George“ in den Läden. [...]

24. März 2006

Günstig durchs Känguruland

Für alle Weltenbummler, Australienfans, Interessenten und Desinteressierten: Wer sich nach der Lektüre nicht sofort mit Rucksack und festem Schuhwerk aufmachen will, hat’s nicht verstanden. [...]

24. März 2006

Abenddämerung

Spätestens nach dem zweiten Hördurchlauf greift das im Titel des Albums eingeführte „feeling“. Die schwedische Band mit transatlantischer Besetzung aus Chicago und Chile lässt sich nur schwer in Kategorien stecken. Versucht wurden schon „Indie Rock“, „Pop“ oder „Country Punk“. [...]

24. März 2006

Willkommen auf der Erde

Vier Außerirdische, die auf der Erde landen und menschliche Gestalt annehmen, um das Verhalten der Erdlinge zu studieren? Was zunächst so bescheuert klingt wie der Titel „Hinterm Mond gleich links“, entpuppt sich als tatsächlich witzige Comedy-Serie [...]

24. März 2006

Auf zu neuen Ufern

Till Brönner ist Deutschlands Star im internationalen Jazz-Betrieb. Das stellt er mit seinem neuen Studioalbum „Oceana“ erneut unter Beweis. Darauf spielt er allerdings nicht nur Trompete, sondern hat sich entschlossen, ein Stück selbst zu singen. [...]

24. März 2006

Auf den Spuren von „Deep Throat“

„Deep Throat“ gilt als der erfolgreichste Independent- Film aller Zeiten: Seit 1972 hat der als erster im Mainstream-Kino gezeigte Porno geschätzte 600 Millionen Dollar eingespielt und machte seine Hauptdarstellerin Linda Lovelace zur Ikone der „Erwachsenenunterhaltung“. [...]

24. März 2006

Der ewige Student 4

Über die zarten Triebe zwischen Studenten und Dozenten wird gerne geredet und gerätselt. Von sexueller Belästigung bis zur wilden Eroberung eines alten Akademikers ist alles dabei in der Gerüchteküche der Universitäten, und die Meinungen sind ebenso entschieden wie unterschiedlich. [...]

24. März 2006

Japanischer Partyspaß

Aufgemotze rosa Motorräder und fl iegende Japanerinnen in barocken Rüschenkleidchen, Handlungsstränge die einfach mal in Manga- Zeichnungen erzählt werden, und schon sind wir in der knallbunten, poppigen Welt der „Kamikaze Girls“: [...]

24. März 2006

Aus der Provinz ins All

Auf den ersten Blick könnte nichts unterschiedlicher sein: Auf der einen Seite die Geschichte einer Kindheit im unterprivilegierten Norden Schwedens, geprägt von harter Arbeit, saufenden Vätern und den ersten Liebeserfahrungen. Auf der anderen Seite Science-Fiction voller haarsträubender Zukunftsvisionen, [...]

24. März 2006

Ruhm und Ehre

Der „Beowulf“ gilt als bedeutendstes Werk der altenglischen Literatur. Der Gote Beowolf kämpft siegreich gegen das Ungeheuer Grendel und muss sich anschließend der zornigen Monstermutter stellen. [...]

24. März 2006

Film-Kicker

Europas größtes studentisches Filmfestival „Sehsüchte“ lädt vom 25. bis 30. April nach Potsdam, wo etwa 120 Filme von Filmstudenten und Filmamateuren gezeigt werden. In diversen Kategorien werden insgesamt 25.000 Euro Preisgeld vergeben. [...]

24. März 2006

Auf Vatersuche

Irving-Fans werden seinen neuen Roman lieben. Ganze 4,5 Zentimeter ist sein elftes Werk dick – und das mit feinem, fast pergamentartigem Papier! Wen diese Dicke nicht abschreckt, der wird mit einem kunterbunten Sammelsurium an schrägen Charakteren belohnt, [...]

24. März 2006

Wider die Hetzjagd

„Gute Nacht! Und Viel Glück“ – So beendete Ausnahmejournalist Edward R. Murrow (David Strathairn) stets seine Nachrichtensendung „See it Now“ im amerikanischen Sender CBS. [...]

24. März 2006

Namenlos, atemlos, erotisch

Wie schon in ihren anderen Roman widmet sich die Französin Olmi auch in ihrem fünften Werk einer einsamen Frau. Die namenlose Frau droht, im Strudel des Lebens unterzugehen, der an ihr reißt, [...]

24. März 2006

Und wenn sie nicht gestorben sind…

Wie jeden Frühling wollen uns scheinbar völlig neuartige Liebesfilme im Frühlingsgefühlwahn beglücken. Sie sind kitschig. Albern. Übertrieben. Und so was von nicht wahr! Trotzdem lieben wir sie und können nicht genug davon bekommen. [...]

24. März 2006

Gehasste Liebe, geliebter Hass

Was tun, wenn man in der Ehe nicht mehr glücklich ist, es aber eigentlich auch noch nie war? Aushalten und austeilen? Das tun jedenfalls Mr. und Mrs. Derdon. Die aus Irland stammende Maeve Brennan starb bereits 1993 mittellos, vereinsamt und vergessen. [...]

24. März 2006

Freigekämpft

Ob er surfen kann, weiß man nicht, und trotzdem wird Pohlmann schon jetzt als „deutscher Jack Johnson“ gehandelt. Eines zumindest ist klar, er kann Gitarre spielen und wunderbar gefühlvolle Lieder singen. [...]

24. März 2006

„Ich bin sehr gern am Leben und ich glaube letztendlich auch an den Menschen.“

Langversion des Interviews in bus: Ingo Pohlmann ist der fleischgewordene „american dream“ – ganz nach dem Vorbild des großen Bruders ist er grad auf dem Weg vom Tellerwäscher zum Millionär … na ja, das könnte eventuell noch eine Weile dauern, denn er hat soeben erst sein Debüt-Album „Zwischen Heimweh und Fernsucht“ veröffentlicht, aber dieses sprüht nur so vor Enthusiasmus und Hoffnungsschimmer. Er singt über Geschichten, die direkt aus dem Leben gegriffen sind. Die Inspiration hierfür stammt vermutlich aus seinem eigenen, denn gradlinig war dieses bisher nicht. Nachdem er seinen Hauptschulabschluss gemacht hat, absolvierte er eine Lehre als Maurer, eine Zeit, in der er, wie er selbst sagt, acht, neun Stunden am Tag nicht er selbst sein konnte. In dieser Zeit begann er Gitarre zu spielen. Nach seinem Zivildienst zog es ihn nach Münster, wo er wissbegierig sein Fachabi nachholte, um dann im Anschluss in Hamburg, nicht wie er es seinen Eltern zur Beruhigung erzählte, Bauwesen zu studieren, sondern um dort als Musiker Fuß zu fassen. Und das scheint ihm gelungen zu sein. Seit Ende Februar steht nun sein Erstlingswerk in den Läden und wartet auf ein Publikum, das ähnlich wie er dem Folk verhaftet ist. Seine Gesangslehrer waren Tracy Chapman und Bob Marley, musikalisch liegt er zwischen Ben Harper und Jack Johnson. Ein Singer- Songwriter also, der sich allerdings der deutschen Sprache bedient: „Das Volk wird gerade eingeschworen auf seine eigene Sprache, das wird auch mal Zeit“. Und er weiß sie wortgewandt einzusetzen. Pohlmann, ein hoffnungsvoller neuer Sänger aus Deutschland.

bus: Du bist ja eigentlich gelernter Maurer. Jetzt, wo du ständig unterwegs bist und Musik machst bist du ja sozusagen auf der Walz. Wie fühlt es sich denn an permanent on the road zu sein?
Pohlmann: Irgendwann wird es zu einem Rausch. Man pilgert von Ort zu Ort und trifft immer mehr Leute und ist demnach kaum noch zuhause. Mein Zimmer, zum Beispiel ist ein einziges Chaos, ich komm nicht einmal dazu mal wieder ein bisschen aufzuräumen. Ich komm nur noch rein in die Wohnung und mein Mitbewohner sagt grad mal „hallo“, ich schmeiß irgendetwas raus aus meinem Rucksack in pack irgendetwas anderes ein und schon bin ich wieder weg.

War es das mit dem Maurern jetzt für immer?
Pohlmann: Ja, bestimmt. Ich schau mal, wie das alles jetzt so läuft, aber ich werde immer Musik machen, das ist für mich klar. Aber, wenn ich irgendwann mal kein Geld mehr habe, dann werd ich vielleicht auch mal wieder auf den Bau müssen.

Auf dem Bau hast du ja auch den wenig schmeichelhaften Spitznamen“ Schlampe“ bekommen, hast du den noch?
Pohlmann: Na ja, ich hatte halt sehr sehr lange Haare und das war damals als ich die Lehre gemacht habe für diese Jungs irgendwie nicht zu fassen, die haben mich dann halt immer Schlampe genannt. Da hieß es dann: „Schlampe, hol mal Steine…“

Du bezeichnest deine Musik selbst als „erdig“. Was kann man sich denn darunter vorstellen?
Pohlmann: Mein größtes Vorbild ist eigentlich Ben Harper- den höre ich auch schon bedeutend länger als Jack Johnson. An ihm fand ich immer seine Vielseitigkeit besonders gut. Von Funk bis Soul über Pop, der kann alles. Und das wollte ich auch. Ich habe auch immer gemerkt, dass ich mich mit solcher Musik besonders wohl fühle und vor allem auch im Folk. Meine Gesangslehrer waren damals Tracy Chapman und Bob Marley. Und irgendwann hat es mich auch wieder dahin geführt, nachdem ich lange Zeit auch dem Grunge verfallen war, bin ich jetzt wieder zurückgekommen, gewissermaßen zu meinen Roots.

Zwischen Heimweh und Fernsucht ist der Titel deines Albums, was besagt das für dich?
Pohlmann: Ich will versuchen diesen Zwiespalt zu ergründen, in dem wir Menschen uns einfach befinden. Schon allein, wenn du darüber nachdenkst, ob es Gott gibt oder nicht. Gibt es ein Leben nach dem Tod und woran glaub ich eigentlich? Wir nehmen alles immer so hin als wäre es etwas ganz Normales. Aber eigentlich ist es nicht normal, sondern vielmehr eine gewachsene Sache. Wir hätten es ja alle gerne einfach im Leben, so dass sich Antworten einem sehr leicht erschließen, aber es gibt einfach sehr viel Dinge im Leben, die sich zwar gegenseitig ausschließen, beide aber dennoch wahr sind. Heimweh und Fernsucht ist so etwas zum Beispiel. Da bewegt sich eigentlich jeder drin. Jemand, der zum Beispiel in einer festen Beziehung steht und trotzdem anderen Frauen hinterher schaut und sich abends im Bett darüber Gedanken macht, was mach ich hier eigentlich? Was ist denn jetzt eigentlich Liebe???

In deiner Bio stand auch, dass du dir früh tiefgründige Fragen, wie „Warum bin ich?“, gestellt hast. Warum bist du denn? Hast du Antworten gefunden?
Pohlmann: 42.

In deiner Bio steht, dass du früher Konzentrations- und Rechtschreibschwäche hattest. Wie ist es dir denn dann gelungen jetzt ein so tolles neues Wort wie „Fernsucht“ zu kreieren? Ich hab extra nachgesehen, im Duden steht es nicht!
Pohlmann: Echt??? Na dann ist es ja meine Kreation. Na schau mal an! Ich hatte damals mal einen Lehrer auf der Hauptschule- ja, ich wäre damals auch einfach nichts anderes geworden, außer Maurer- dieser Lehrer hat sich meine Aufsätze angeguckt und fand, dass ich irgendwie gut schreiben konnte und der Worte mächtig war. „Der schreibt nur alles falsch“, meinte er mal. Und ich hatte mindestens 40 Fehler auf einer Din A4 Seite, und er hat mir dann trotzdem immer wieder mal eine drei gegeben. Meine Mutter fand das aber nicht so toll, die hat sich dann immer beim Lehrer beschwert: „So lernt er das nie“.

Und was macht diese Schwäche heute?
Pohlmann: Ich schicke keine Mail ab und schreib nichts in mein Gästebuch, bevor ich es nicht mindest fünfmal durch Word hab laufen lassen. Ich schreibe einfach so wie ich gerade Bock habe. Wenn ich also grad emotional dazu Lust habe irgendein Verb groß zu schreiben, weil das für mich gerade so ne fette Aussage ist, dann schreib ich das halt groß. Und das passiert mir ständig. Aber heutzutage kann man ja sowieso machen, was man will.

Welche Weisheit passt am ehesten zu dir? Und warum? 1. Da ist ein Licht am Ende des Tunnels. 2. Besser man bereut Dinge, die man getan hat, als Dinge, die man nicht getan hat. 3. Der Weg ist das Ziel.
Pohlmann: Da ist Licht am Ende des Tunnels. Ich bin immer sehr hoffnungsvoll, das ist auch in meinen Liedern so. Ich bin sehr gern am Leben und hoffe, dass wir das alle auch irgendwie gebacken kriegen. Ich glaube letztendlich auch an den Menschen.

Weitere Informationen:

[...]

24. März 2006

Frauen sind super

Ein wenig erinnern sie an die Ärzte. Mit überzeugendem Wortwitz besingen sie die vielfältigsten Themen, die das Leben gerade zu bieten hat: Von typischen Frauenproblemen über Cher bis hin zu Oden an den Caipirinha [...]

24. März 2006

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