Unisex für alle

Lexikon

Androgynität: von griech. andro (Mann) und gyn (Frau). Menschen, deren sekundäre Geschlechtsmerkmale schwach ausgeprägt sind, und die deshalb nicht als eindeutig männlich oder weiblich wahrgenommen werden. Kleidung und Verhalten können dies unterstreichen. Berühmte Beispiele: Boy George, Annie Lennox und David Bowie.

 

[...]

17. Mai 2010

Mythos Uni-Sex

Geschlechtspartner an der Alma Mater finden ist nicht schwer. Beziehungen zu knüpfen schon, denn Studenten sind zu schlau. [...]

17. Mai 2010

Pompös, plüschig, politisch

[CSD] Jeden Sommer zieht ein bunter Zug durch Berlin. Die CSD-Parade ist trotz des Spektakels eine politische Veranstaltung. Das Motto 2010: „Normalität / Normativität – Normal ist anders“.

Bunt und laut wird es am 19. Juni in Berlin zugehen. Dann heißt es wieder Abmarsch für mehrere Tausend Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. Der Christopher Street Day 2010 – kurz CSD genannt – ist dann offi­ziell eröffnet. Die queere Bewegung feiert und demonstriert für ihre Rechte, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

[...]

17. Mai 2010

Unisex für alle

Das Menschengeschlecht mag Zweiergruppen: Männer und Frauen, gut und schlecht, hetero und homo. Tertium non datur. Ein Drittes darf es nicht geben. Doch bei genauem Hinschauen zerfällt die Illusion der eindeutigen Kategorien. [...]

17. Mai 2010

Editorial Mai/Juni 2010: Unisex für alle

„Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen“, wusste schon Loriot. Dass Männer und Frauen aber gern zusammenpassen würden, lehrt die Alltagserfahrung. Aus dem Alltag wissen wir ebenfalls, dass es mehr als nur Männer mit Interesse an Frauen bzw. Frauen mit Interesse an Männern gibt.

Die Palette der sexuellen Interessenlagen und Identitäten ist so vielfältig, dass man schnell den Überblick verliert – oder in Gefilde gerät, von denen man keine Details erfahren möchte. Aber gehört es im Sinne einer tatsächlichen Gleichberechtigung nicht dazu, andere Interessen ernstzunehmen und unabhängig von diesen Entscheidungen zu treffen?

Seien wir ehrlich, im Alltag nehmen wir andere Menschen auch und vor allem über ihr Geschlecht wahr. Peinlich und sexis­tisch wird es erst dann, wenn wir über die erste Wahrnehmung nicht hinausgelangen – wenn wir über diese erste Wahrnehmung nicht hinausgelangen wollen. Unsere Unterschiede lassen uns zu Individuen werden, die Vision einer geschlechtslosen – unisexen – Welt erschreckt eher. Und die andere Bedeutung von Unisex kann ihren eigenen Reiz entfalten.

Euer spree-Team.

Der Inhalt

Politik/Studieren

[Interview] TU-Präsident: Mit Spaß in die Uni
[Interview] HU-Präsident: Abschied ohne Reue
[Wissenschaftsjahr] Termine
[Bildungsproteste] Schwerer Stand
[Studienstatistik] Schwerer Weg
[Präsidentenwahl] Schwere Wahl
[Semesterticket] Entschädigung fürs S-Bahn-Chaos

Thema: Unisex für alle

[Unisex] Unisex für alle
[Interview] Psychologe: Der kleine Unterschied
[CSD] Pompös, plüschig, politisch
[Sex in der Uni] Mythos Unisex
[Vornamen] Sag mir, wie du heißt
[Verlosung] Gib Gummi
[Lexikon] Androgynität bis Unisex

Karriere

[Workshop] Praxistest
[Kolumne] Chancen der Gleichheit
[Praktikum] Auf der Welle
[Ratgeber] Ausgeschlafen in den Hörsaal
[Geisteswissenschaften] Chancen für ein „Auslaufmodell“
[Karriere] Chancen trotz Krise
[Changemaker] Mit Elan

Stadtleben

[Musik] Scouting for Girls
[Kino] „The Age of Stupid“, Filmreihe „Schräge Filme“
[Kabarett] Bernd Begemann
[Poesie-Festival] Moderne Poeten in der Stadt

Und natürlich: die Verlosung.

Die Ausgabe als PDF-Datei herunterladen.

[...]

17. Mai 2010

Sag mir, wie du heißt

Namen gehören zu unserer Identität. Sie müssen jedoch auch behördlichen Erfordernissen genügen. Daher drücken unsere Vornamen auch unser Geschlecht aus. Aber nicht alle Namen sind so eindeutig wie Peter und Anna. [...]

17. Mai 2010

Der kleine Unterschied

[Interview] Männlein oder Weiblein? Warum ist das so eine wichtige Frage? Wir sprachen mit dem Sextherapeuten und Psychologen Robert Anandes Coordes

Wieso sind geschlechtliche Rollenverständnisse noch so ausgeprägt?
Wir sind alle sozialisiert und wachsen mit ganz bestimmten Werten und Normen auf. Frauen sind Töchter von Müttern, und Männer haben als Söhne gewissermaßen ein geschlechtliches Bild geerbt. Die moderne Hirnforschung sagt: Auf dem einen Geschlechtschromosom sind so wenig Gene codiert, dass Männer und Frauen genetisch gar nicht so unterschiedlich sind. Wir starten mit einer sehr ähnlichen Grundausstattung und entwickeln viele unserer Merkmale dann im Laufe unserer Sozialisation.

[...]

17. Mai 2010