13.12. – 20.12. | Unischau

Unser Rundblick: Philosophen werden gebraucht, Newton für alle, neue Studienfächer, Auszeichnungen und Charité braucht Blut

Deckblatt von Newtons „Principia Mathematica“

Philosophie muss keine brotlose Kunst sein. Wer sich nach seinem Abschluss der Vulgärphilosophie zuwendet und mit der Soziologie flirtet, riskiert zwar die Achtung seiner Studienkollegen, kann aber im öffentlichen Diskurs zu einer wichtigen Stimme werden, stellt telepolis fest. Denn immer öfter dürfen Philosophen das aussprechen, was an unserer Gesellschaft nicht stimmt.

Die moderne Physik soll der Anekdote nach mit einem fallenden Apfel begonnen haben. Doch Newton hat weit mehr geleistet, als über herabfallendes Obst zu sinnieren. Wer den Urquell seiner Physikformelsammlung im Original bestaunen will, kann sich die „Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica“ von Isaac Newton einmal in Ruhe anschauen. Die University of Cambridge hat dieses Standardwerk in ihre Digital Library aufgenommen – mehr als tausend Seiten voll mit Wissen aus dem 17. Jahrhundert und angereichert mit Newtons Notizen, Anmerkungen und Gedanken.

Die FU startet ihr neues Studienfach „Integrierte Naturwissenschaften“ mit einer Festveranstaltung am 14. Dezember: www.fu-berlin.de/

Der Jurist Moritz Renner von der HU Berlin erhielt die Auszeichnung für seine Dissertation „Die Privatisierung des Rechts – und ihre Folgen“: www.koerber-stiftung.de/

100 Jahre nach der Chinesischen Revolution: Workshop am 16. und 17. Dezember über Geschichte und Gegenwart Chinas an der Freien Universität Berlin: www.konfuziusinstitut-berlin.de/

Der UdK-Student Nicky Wuchinger erhält den ersten Platz beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2011: www.udk-berlin.de

Wer die vorweihnachtliche Stimmung mit etwas wissenschaftlichem Glanz überzuckern möchte, kann das Akademische Blasorchester Potsdam besuchen. Am 15. Dezember spielt es im Audimax der Uni Potsdam sein Weihnachtskonzert: www.uni-potsdam.de/

Die Weihnachtszeit ist die Zeit des Besinnens und Gebens. Vor allem sollte man allen geben, die nicht so viel haben, wie man selbst. Es klingt zwar zynisch, die Feiertage mit Blutspenden zu assoziieren, aber die Charité – Universitätsmedizin Berlin sucht unabhängig von allen Feierlichkeiten dringend Blutspenderinnen und Blutspender, um Engpässe in der Versorgung mit Blutkonserven zu verhindern.

Christiane Kürschner
Über Christiane Kürschner (89 Artikel)
2004 bis 2010 Studium (Philosophie, Deutsche Philologie, AVL) an der FU, HU und Uni Bern. 2007 bis 2010 Fachjournalistikstudium. PR-Volontariat bis Juni 2011. Seit Juli 2011 freie Autorin und Texterin. Ihre Leidenschaften: Bücher, Fotografie und Essen- und in allem viel Farben. www.frollein-wortstark.de
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