„Das Land Berlin hat den Bereich Wis­sen­schaft finan­ziell gestärkt und Hoch­schulen haben diese Chance zum Ausbau erfolg­reich genutzt. Seit zwei Jahren geht es sichtbar auf­wärts, wie die Leis­tungs­be­richte der Hoch­schulen über das Jahr 2010 zeigen. Daran werden wir beharr­lich wei­ter­ar­beiten“, so Wis­sen­schafts­se­na­torin Sandra Scheeres ges­tern über den Hoch­schul­be­richt im Wis­sen­schafts­aus­schuss des Abgeordnetenhauses.

Hoch­schul­be­richt 2010

Der Bericht, wel­cher durch eine ver­bes­serte Daten­basis deut­lich trans­pa­renter geworden ist, zeigt, dass alle Hoch­schulen in Berlin ihre Struk­turen an neue, moderne Anfor­de­rungen anpassen konnten. Außerdem wird ein starker Anstieg bei den Stu­di­en­an­fän­ger­zahl deut­lich. Dies hat auch die Chancen für „Lan­des­kinder“ aus Berlin auf ein Stu­dium in Berlin erhöht.

Stu­dieren in Berlin erfolgreich

Sena­torin Sandra Scheeres: „Es gilt, in den kom­menden Jahren diese gute Posi­tion zu erhalten. Dazu muss es wei­terhin große Anstren­gungen geben.“
Berlin hat die bun­des­weit höchste Stu­di­en­er­folgs­quote. 83,7 % der Stu­denten an Hoch­schulen in Berlin stu­dieren bis zum Examen, wäh­rend der Bun­des­durch­schnitt nur bei 75,5 % liegt.

Öffent­liche Aus­gaben für Hoch­schulen in Berlin

Die öffent­li­chen Aus­gaben für die Hoch­schulen in Berlin lagen bei 1,38 % des BIP. Damit liegt Berlin auf dem bun­des­weiten Spit­zen­platz. Im Rahmen des Hoch­schul­paktes 2020 hat Berlin einen großen Bei­trag zum Aufbau neuer Stu­di­en­an­fän­ger­plätze geleistet: Die Ver­pflich­tung, 19.500 Stu­di­en­an­fänger pro Jahr auf­zu­nehmen, hat Berlin im Jahr 2010 durch mehr als 28.000 Stu­di­en­an­fän­gern weit über­boten.
Durch den „Mas­ter­plan For­schungs­of­fen­sive“ sowie die Einstein-Stiftung hat Berlin zusätz­lich zum Hoch­schul­ver­trag Lan­des­mittel zur För­de­rung von Spit­zen­for­schung bereitgestellt.

Gleich­ge­stellt for­schen in Berlin

Eben­falls her­aus­ra­gend sind die Leis­tungen der Ver­trags­hoch­schulen in Berlin auf dem Gebiet der Gleich­stel­lung von Frauen und Män­nern im Wis­sen­schafts­system. Bei den besetzen Pro­fes­suren ins­ge­samt haben Hoch­schulen in Berlin in den zurück­lie­genden Jahren im bun­des­weiten Ver­gleich wie­der­holt die höchste Frau­en­quote erreicht. Mit dem Pro­zent­satz von 29 % lagen sie im Jahr 2010 um 10 Pro­zent­punkte über dem Bun­des­durch­schnitt in Höhe von 19 %. Gerade erst hat der Senat in Berlin eine Wei­ter­füh­rung des Pro­gramms im neuen Haus­halt 2012/2013 finan­ziell unterlegt.