Jenseits des Horizonts – Raum und Wissen in den Kulturen der Alten Welt

Eine Ausstellung des Exzellenzclusters TOPOI in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin.

Vom 22.6. bis zum 30.9. 2012 zeigt das Exzellenzcluster TOPOI in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin die Ausstellung „Jenseits des Horizonts – Raum und Wissen in den Kulturen der Alten Welt“.

Ausstellung zu Raum und Wissen

Es ist die erste altertumswissenschaftliche Ausstellung, die sich über Zeiten und Kulturen hinweg mit dem Wechselspiel von Raum und Wissen in der Antike auseinandersetzt. Gezeigt werden mehr als 400 Objekte aus unterschiedlichen historischen und geografischen Kontexten, darunter Glanzstücke wie der bronzezeitliche Berliner Goldhut oder der 3500 Jahre alte Stadtplan von Nippur. Sie erzählen eindrücklich von kulturellen Techniken und ihrer Bedeutung für den Zusammenhang von Raum und Wissen. Der Forschungsverbund TOPOI wird von der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin getragen. Beteiligt sind die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, das Deutsche Archäologische Institut, das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Ausstellungsdramaturgie

Als interdisziplinäre und kulturvergleichende Schau verdeutlicht „Jenseits des Horizonts“ die vielfältigen Bereiche, in denen räumliche Vorstellungen und das Wissen über den Raum wirksam werden und macht dies für den Besucher mit allen Sinnen erfahrbar. Die Ausstellungsdramaturgie führt die Besucher auf 1200 Quadratmetern durch 16 thematische Räume. Sie spiegeln wider, wie sich der Mensch im Raum bewegte, ihn beobachtet, gestaltet und nutzbar machte, um ihn zu beherrschen und sein Überleben sicher zu stellen.

„Jenseits des Horizonts“

„Jenseits des Horizonts“ zeigt das Altertum als Wiege unserer Gegenwart und macht deutlich, wie wichtig die Forschungsfragen von TOPOI für heute und die Zukunft sind: Denn bereits in der Antike ist vieles angelegt, was uns bis heute prägt: Vom Maß des menschlichen Körpers bis zur Kartierung der Welt, von der Erfindung der Schrift bis zur Organisation von Gemeinschaften, von der Erforschung des Himmels zu Notation und Klang in der Musik hat der Mensch die unterschiedlichsten Bereiche des Lebens räumlich organisiert. Auch die Vorstellungskraft bedient sich räumlicher Muster: Die Seele wird im Körper verortet, die Wirkkraft von Orakeln und Flüchen ist mit konkreten Orten verknüpft. Der mythologische und fiktive Raum tritt hervor, wenn Götter Blitze schleudern oder Helden wie Herakles und Gilgamesch den Raum durchwandern.

Ausstellungsarchitektur mit TU Berlin

Mit der Ausstellungsarchitektur wurde das renommierte Kölner Büro res d beauftragt, das seit über zehn Jahren Erfahrung in der thematischen Gestaltung von großen archäologischen Sonderausstellungen hat. Hinzu kommt eine Kooperation mit Mitarbeitern des Lehrstuhls für Modellbau der TU Berlin, die für die Ausstellung zentrale Modellrekonstruktionen bauen, wie einen Nilometer zur Messung des Nilflutstandes oder einen Himmelsglobus, ein Instrument zur Kalenderbestimmung. Begleitet wird die Ausstellung von Vorträgen, die die Themen und Methoden der TOPOI-Wissenschaftler vermitteln. Ein Veranstaltungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Familien findet in Kooperation mit „Jugend im Museum“ sowie dem „Haus der kleinen Forscher“ statt.

Begleitbuch zur Ausstellung

Das Begleitbuch „Jenseits des Horizonts“ mit 176 Seiten und 130 farbigen Abbildungen erscheint im Konrad Theiss Verlag und folgt dem Rundgang der Ausstellung. Erhältlich im Museumsshop des Pergamonmuseums (Euro 19,95) und im Buchhandel (Euro 29,95).

Exzellenzcluster TOPOI

Das Exzellenzcluster TOPOI – The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations ist Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder der Bundesrepublik Deutschland und wird seit 2007 gefördert. TOPOI bündelt die einzigartige Expertise der Berliner Altertumsforschung an den Universitäten, den außeruniversitären Forschungseinrichtungen und den archäologischen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin. Es ist ein Höhepunkt nach fünfjähriger Forschung im Verbund, dass nun der Öffentlichkeit im Pergamonmuseum herausragende Exponate alter Kulturen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden können.

 

Ort/ Zeit

22.6.- 30.9. 2012
Pergamonmuseum/Nordflügel 1. OG
Museumsinsel Berlin, Am Kupfergraben, 10117 Berlin
Eröffnung: Donnerstag, 21. Juni 2012, 18 Uhr

Öffnungszeiten Fr bis Mi 10 – 18 Uhr, Do 10 – 21 Uhr

Eintrittspreise: Regulär: 13 Euro, ermäßigt: 6,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr kostenfrei
www.jenseits-des-horizonts.de

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