„Um die Schönheit“

Bröhan-Museum Berlin und Kunsthistorisches Institut der FU Berlin eröffnen Ausstellung über den Architekten und Formkünstler August Endell.

Der Architekt und Formkünstler August Endell steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Bröhan-Museum Berlin, die in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der FU Berlin entstand. Unter dem Titel „,Um die Schönheit‘ August Endell. Architekt und Formkünstler“ wurde die Ausstellung gestern eröffnet. Die Ausstellung sowie die wissenschaftliche Begleitpublikation wurden durch die Ernst von Siemens Kunststiftung in München gefördert.

August Endell

August Endell (1871-1925) gehört zu den Protagonisten des deutschen Jugendstils sowie zu den Wegbereitern der Moderne. Bereits mit seiner ersten Arbeit, dem Fotoatelier Elvira in München, schuf er 1899 ein Schlüsselwerk der Architektur und Raumkunst. Von 1901 bis 1918 lebte Endell in Berlin, wo der größte Teil seines Schaffens entstand. Hier vollzog er in seiner künstlerischen Entwicklung die Wende von der expressiven Über-Ornamentik des Wolzogen-Theaters (1901) über die in der Formgebung beruhigten Hackeschen Höfe (1906) hin zur sachlichen Werkbund-Moderne; für diese Schaffensphase stehen die Wohnhäuser in Berlin-Westend (1908 – 1915) und die Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf (1913). Als Formkünstler entwarf er Innenräume, Möbel, Lampen, Textilien sowie Teppiche und begründete 1904 als Kunstschulreformer die „Schule für Formkunst“. In Berlin entstand zudem seine vielbeachtete Schrift „Die Schönheit der großen Stadt“ (1908).

Ausstellung von Bröhan-Museum Berlin und Kunsthistorisches Institut der FU Berlin

Die Kabinett-Ausstellung stellt das Gesamtwerk August Endells vor, der Schwerpunkt liegt dabei auf den Berliner Lebensjahren. Es ist die erste Ausstellung zu Endell in Berlin überhaupt. Sie wurde kuratiert von Prof. Dr. Christiane Salge, Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller und Dr. Nicola Bröcker, Kunsthistorikerinnen an der FU Berlin.

Publikation zu Ausstellung von Bröhan-Museum Berlin und FU Berlin

Die wissenschaftliche Begleitpublikation erscheint im Imhof Verlag und enthält alle Beiträge der August Endell-Tagung des Kunsthistorischen Instituts aus dem Jahre 2010. Die Publikation ist um einige Aufsätze, einen Werkkatalog sowie einen dokumentarischen Anhang erweitert.

Zeit und Ort

29.3. bis 20. 5. 2012, geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie an allen Feiertagen.
Schloßstraße 1 a, 14059 Berlin, (am Schloss Charlottenburg), Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro (inkl. Eintritt Dauerausstellung), jeden ersten Mittwoch im Monat Eintritt frei.

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