Margret Wintermantel neue DAAD-Präsidentin

Neue DAAD-Präsidentin: Professorin Margret Wintermantel stellte heute die Ziele ihrer DAAD-Amtszeit in Berlin vor.

Prof. Wintermantel (Foto: Eduard Fiegel).

Seit dem 1. Januar ist Professorin Margret Wintermantel neue Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).  Auf einer Pressekonferenz in Berlin stellte Wintermantel heute die Ziele und zukünftigen Schwerpunkte für ihre DAAD-Zeit vor. Dazu gehören mehr internationale Studierende, ein weiteres Wachstum der Auslandsmobilität deutscher Studenten, zielorientierte Strategien für die Internationalisierung, Beiträge zur Lösung globaler Probleme und die Unterstützung von Demokratisierungsprozessen. Für 2012 hat sich der DAAD erstmals ein Jahresthema gestellt: “Gesellschaft im Wandel – Wandel durch Austausch“.

DAAD für Internationalisierung

Wintermantel will mit dem DAAD weiter daran arbeiten, die Zahl der ausländischen Studierenden von jetzt 245.000 bis zum Ende des Jahrzehnts auf 300.000 zu steigern. „Mit dem Ausländerstudium gewinnen wir unsere Freunde und Partner von morgen. Und: Ohne mehr internationale Studierende werden wir das hohe Niveau unseres Wissenschaftssystems angesichts des demographischen Wandels nicht halten können.“ Um die besten Studenten nach Deutschland zu ziehen, müsse auch der Hochschulzugang offener und flexibler gestaltet werden und mehr auf die persönliche Qualifikation abstellen.

DAAD für mehr Auslandserfahrungen

Parallel will die DAAD-Präsidentin erreichen, dass jeder zweite deutsche Hochschulabsolvent im Studium Auslandserfahrung sammelt. Der Anteil liegt seit 2001 bei einem Drittel. Das ist im internationalen Vergleich zwar hoch, aber angesichts der Globalisierung noch zu wenig. Schlüsselfaktoren sind hier strukturierte Programme, bessere Anerkennung und ausreichend Stipendienmittel. Der DAAD will sich in besonderem Maße auch weiter für die EU-Hochschulprogramme engagieren, für die er die Nationale Agentur in Deutschland ist. 2010/11 sind alleine im ERASMUS-Programm 34.000 deutsche Studierende und Dozenten ins Ausland gegangen. 2012 werden die entscheidenden Weichen für die nächste DAAD-Programmgeneration 2014 bis 2020 gestellt.

DAAD für stärkere Profilierung der Hochschulen

Außerdem will die DAAD-Präsidentin, dass sich die deutschen Hochschulen noch stärker als bisher international profilieren und entsprechende Strukturen entwickeln. Das Programmspektrum des DAAD soll, so wünscht es sich die neue DAAD-Präsidentin, um ein neues Förderprogramm erweitert werden, das den deutschen Hochschulen bei ihrer Internationalisierung durch strategische Kooperationen mit herausragenden Partnern hilft.

DAAD arbeitet mit Entwicklungsländern zusammen

„Bildung und Wissenschaft sind Schlüssel zur Entwicklung“, davon ist die neue DAAD-Präsidentin überzeugt. Der DAAD fördert seit vielen Jahren die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern. Einen neuen Akzent möchte die DAAD-Präsidentin auf die gemeinsame Entwicklung und Nutzung von Wissen legen, das zur Lösung globaler Probleme wie Klimawandel, Wasserknappheit, Epidemien, mangelnde Ernährung oder fehlende Integration benötigt wird.

Neue DAAD-Programme für Ägypten und Tunesien

Stipendiaten, Alumni und Partnerhochschulen des DAAD engagieren sich vielerorts für Demokratie und Menschenrechte. Zur Unterstützung und Flankierung der Demokratisierung in der arabischen Welt hat der DAAD vor wenigen Wochen neue Programme für Ägypten und Tunesien ausgeschrieben. Dabei geht es auch um bessere Berufsperspektiven für Hochschulabsolventen. DAAD-Präsidentin Wintermantel will das schwierige, aber lohnende Engagement in Krisenregionen weiter betreiben.

Jahresthema des DAAD

Mit dem Jahresthema „Gesellschaft im Wandel – Wandel durch Austausch“ will der DAAD geförderte Studierende und Wissenschaftler zu gemeinsamer inhaltlicher Arbeit an sozialen Problemen anregen und auch in der Öffentlichkeit deutlicher machen, wie akademischer Austausch zu gesellschaftlichem Wandel beitragen kann.

Profil der DAAD-Päsidentin

Margret Wintermantel ist noch bis Ende April 2012 Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Vor ihrer Wahl zur Präsidentin der HRK im März 2006 war die Wissenschaftlerin bereits HRK-Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs sowie von 2000 bis 2006 Präsidentin der Universität des Saarlandes.

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