Notiert

Neu­ig­kei­ten für Stu­den­ten aus dem BMBF, Hoch­schu­len in Berlin, Bran­den­burg und bun­des­weit kurz notiert.

Wissenschaft „on the road“

Das beliebte Argument des „braindrain” – Wissenschaftler werden in Deutschland ausgebildet und arbeiten dann im Ausland – ist durch Zahlen nicht zu belegen. In den USA arbeiten derzeit beispielsweise 5.000 bis 6.000 deutsche Wissenschaftler, von denen nach Erfahrung der DFG, der wichtigsten Förderanstalt für Forschungsaufenthalte im Ausland, 85 Prozent wieder zurückkehren. Der Braindrain der asiatischen und lateinamerikanischen Länder ist um ein Vielfaches höher. Als Hauptargumente für die Forschung in den USA gelten: bessere Ausstattung, mehr Forschungsfreiheit, frühe Leitung von Nachwuchsgruppen. Auch wenn quantitativ der Braindrain nicht stattfindet, ist die qualitative Dimension nicht bezifferbar, denn gerade um die besten Wissenschaftler wird international geworben. [...]

21. Mai 2006

Berlin international begehrt

Die Alexander von Humboldt-Stiftung stellte anhand ihrer Stipendiaten und Preisträger im Zeitraum 2001 bis 2005 ein Ranking auf, in dem die FU, HU und TU gut abschnitten. Die FU zählt mit 192 Studienaufenthalten nach der LMU München zum beliebtesten Forschungsstandort für ausländische Gastwissenschaftler. Die Humboldt-Stiftung zeichnet führende Gelehrte eines Fachgebietes aus und lädt sie nach Deutschland ein, die Forschungsstipendien erhalten hochqualifizierte ausländische Wissenschaftler. Preisträger und Stipendiaten entscheiden selbst, an welcher Institution sie ihre ein- bis zweijährigen Forschungen durchführen wollen.

Platzierung in den Kategorie
FUHU
TU
Geistes-, Rechts- und Sozialwissenschaften 1 2
Lebenswissenschaften 12 5
Naturwissenschaften 5 6 17
Ingenieurwissenschaften 5
Gewichtete Aufenthalte pro Professuren 4 8
Absolut 2 3

Weitere Informationen:
www.humboldt-foundation.de

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21. Mai 2006

Heißer Sommer

Während in einigen Bundesländern die Proteste gegen die Studiengebühren toben, abflachen, wieder aufwallen, ist es in Berlin noch recht ruhig. Doch die Berliner Studentenvertreter kündigen einen „heißen Sommer” mit Protestaktionen an. Anfang Juni gründen sie mit der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft ein berlinweites Protest- und Aktionsbündnis. Der FU-Asta erklärte: „Wir werden nicht warten, bis wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden.” [...]

21. Mai 2006

Ba/Ma fordert Opfer

Mit der Umstellung des Abiturs von 13 auf zwölf Jahre rollt ein Studentenberg auf die Hochschulen zu. Da passt es nicht ins Bild, dass die Berliner Hochschulen die Zahl der Studenten reduzieren wollen. Doch mit den neuen Studiengängen Bachelor und Master könnten einige tausend Studienplätze wegfallen, denn Ba/Ma erfordern eine bessere Betreuung, der Aufwand steigt nach Auffassung des Wissenschaftsrats um 15 Prozent. Bereits in den vergangenen Jahren haben die Hochschulen aufgrund der Sparauflagen weniger Studienanfänger immatrikuliert. Würden die derzeitigen Anfängerzahlen beibehalten, könne man nur für den Bachelor und keine für den Master immatrikulieren, erklärte beispielsweise die HU, die wie die meisten Hochschulen ihre 20.000 Studienplätze mehr als erfüllt: derzeit sind etwa 38.000 Studenten eingeschrieben. [...]

21. Mai 2006

Ausbildung und Praxis

Die Entwicklung der Digitaltechnik hat bestehende Berufsbilder grundlegend verändert, zusammengeführt und neue Bereiche geschaff en. Ein zeitgemäßes Studium in diesen Berufen muss Berufsanwärter nicht nur praxisorientiert und fundiert ausbilden, [...]

4. April 2006

Nachholbedarf

Eigeninitiative und die Bereitschaft zu Lernen sinken, je höher der universitäre Abschluss ist. Das konstatiert die Skylight GmbH in der Studie „Aware! Inter Cultural Competence“ als weltweites Ergebnis. [...]

4. April 2006

Gründungsbilanz

Vor einem Jahr wurde die TU-Gründungsinitiative ins Leben gerufen, mit dem Ziel Studierende und Absolventen der TU Berlin auf eine mögliche Unternehmensgründung vorzubereiten. [...]

4. April 2006

Ingenieure gesucht

Der Bedarf an Ingenieurswissenschaftlern ist doppelt so hoch wie der an Wirtschaftswissenschaftlern. Das fand die Staufenbiel-Studie „JobTrends 2005/06“ heraus, für die 237 Unternehmen befragt wurden. [...]

4. April 2006

Fachhochschulen: Mehr Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird die Forschung an Fachhochschulen stärker unterstützen als bisher und die Fördermittel dafür mittelfristig verdoppeln, erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Kennzeichnend für die Forschung an Fachhochschulen sei deren große Nähe zur Anwendung und der schnelle Transfer von neuem Wissen in die Unternehmen. 2005 unterstützte das BMBF die Fachhochschul-Forschung mit 10,5 Millionen Euro. Fachhochschulen seien vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen wichtige Partner für Innovationen. [...]

24. März 2006

UdK: Preis für Suchen

Die UdK Berlin vergibt wieder den mit 5.000 Euro dotierten Karl-Hofer-Preis. In diesem Jahr lautet das Motto der Ausschreibung „Resonanzen des Suchens“. Die Beiträge müssen bis zum 10. Oktober 2006 bei der UdK Berlin eingegangen sein. Der Wettbewerb wird seit 1978 von der UdK Berlin jährlich ausgeschrieben, um Künstler aller Disziplinen ebenso wie Wissenschaftler anzuregen, sich mit dem interdisziplinären Spannungsfeld zwischen Kunst und Wissenschaft einfallsreich auseinanderzusetzen.
Weitere Informationen:
www.udk-berlin.de
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24. März 2006

Chronik der Zukunft

Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ gedenkt mit Benefizkonzert dem Reaktorunglück in Tschernobyl. [...]

24. März 2006

Der, die oder das StuPa?

Wie jedes Jahr war auch 2006 erneut die Beteiligung bei der StuPa-Wahl gering.

Im Frühjahr wurden an der Humboldt-Universität und der Freien Universität neue Studentenparlamente gewählt. Die Beteiligung an der StuPa-Wahl war sowohl an der HU (6,2 Prozent) als auch an der FU (12 Prozent) sehr gering. Woher das Desinteresse der Studenten kommt, ist nicht leicht zu beantworten. Denn schließlich verwalten die StuPas mehrere hunderttausend Euro Studentengelder.

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24. März 2006

Von Tag zu Tag

Streik gehört irgendwie zum studentischen Lebensgefühl. Aber manchmal überrollen einen auch die Ereignisse.

Tag 0: Studiengebühren? Automatisierte Studi-Verwaltung? Überfüllte Seminare? Neue Studiengänge? Mensaessen? Höchste Zeit für einen Streik. Wir treff en uns in meiner Küche, und Martin schlägt vor, das Präsidialamt zu besetzen. Sofi e schimpft über meinen Kaff ee, der nicht fair gehandelt sei – deshalb kann sie ihn auf keinen Fall trinken.

Tag 1: Wir wollten uns um neun treff en, um elf sind endlich alle sieben da, und wir ziehen später zum Präsidialamt. Der Präsident ist zur Mittagspause und hat nachmittags auswärts zu tun, erfahren wir. Wir diskutieren konstruktiv, ob wir auf ihn warten oder es morgen erneut versuchen. Den restlichen Tag malen wir Transparente und mobilisieren alle Studenten, die wir kennen.

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24. März 2006

Auswahl nach Abinote legitim

Jede Universität kann selbst entscheiden, wer an ihr studiert und nach welchen Kriterien sie die Bewerber auswählt. Damit hat Anfang Mai der Bayrische Verfassungsgerichtshof eine Entscheidung aus dem Januar aufgehoben, in der geurteilt wurde, dass die Abiturnote als alleiniges Kriterium nicht ausreiche. Ein Gericht in Münster lehnte ebenfalls die Argumentation ab, dass die Abiturnote als Kriterium nicht genüge. Theoretisch kann jede Hochschule 60 Prozent der Bewerber aus ZVS-Studiengängen selbst auswählen – dafür hatten die Hochschulen lange gekämpft. Nun nutzen sie dieses Recht nicht, das den Wettbewerb um die besten Studenten befördern sollte, und setzen auf automatische Verfahren. [...]

24. März 2006

Gute Aussichten

Geisteswissenschaft ist keine brotlose Kunst, stellte der Wissenschaftsrat fest. 73 Prozent der Abgänger wären fünf Jahre nach Studienende in einem festen Job, der Mittelwert für alle Studienfächer liegt bei 87 Prozent. Das Arbeitsspektrum für Geisteswissenschaftler hat sich in den vergangenen Jahren sehr erweitert: Bildungs-, Forschungs- und Kultureinrichtungen, Medien, Dienstleistungen, Handel, Beratungen. [...]

24. März 2006

Einklagen wird teurer

Wer sich in einem NC-Fach einklagt, muss die Anwaltskosten der Hochschule tragen, entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin. Im Sommer 2005 hatte das Verwaltungsgericht noch geurteilt, dass die Unis diese Kosten selber zu tragen hätten. Wer sich einklagt, stellt einen Antrag bei der Hochschule und bei Gericht. Die Hochschule schickt meist umgehend die Ablehnung, so dass eine zweite Klage nötig ist, damit die Frist der ersten nicht abläuft. Da es sich laut OVG bei der Ablehnung um keine Formsache handelt, dürfe die Uni Rechtsanwälte beschäftigen und die Kosten in Rechnung stellen. [...]

24. März 2006

Gebühren rechtswidrig?

Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, ob die Berliner Rückmeldegebühr an die Studenten zurückgezahlt werden muss. Das Oberverwaltungsgericht Berlin sieht die Gebühr von 51,13 Euro und die Kosten von 11,42 Euro in einem „groben Missverhältnis” und leitete den Fall an das BVG weiter. 1997 hatte Berlin die Gebühr aus Spargründen eingeführt, jetzt müsste der Senat 90 Millionen Euro für die Rückzahlungen bereitstellen. Eine neue Formulierung im Berliner Hochschulgesetz soll die Gebühr künftig nicht mehr anfechtbar machen. [...]

24. März 2006

Studienkredit

Die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) bietet ihren Studienkredit über Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen an. Diese erhalten dafür eine Vermittlungsgebühr von 232 Euro. Mit dem Kredit kann der Lebensunterhalt während des Erststudiums bis zu zehn, maximal 14 Semester gedeckt werden, monatlich erhalten Studierende 100 bis 650 Euro. Der Kredit wird derzeit mit etwa fünf Prozent verzinst.
Weitere Informationen
www.kfw-foerderbank.de
[...]

24. März 2006

FU: Gesprächsbereit

Die Studienberatung der Freien Universität Berlin hat für Schülerinnen und Schüler als zukünftige Studierende sowie für Lehrer eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen: Unter dem Titel „Uni im Gespräch“ gibt es von Februar bis September 2006 jeweils mittwochs ab 18 Uhr Gelegenheit, sich rund um den Studieneinstieg und das Studium an der Freien Universität umfassend zu informieren. [...]

24. März 2006

HU: Gut ist, wer wenig lehrt

Der Vizepräsident für Forschung, Hans Jürgen Prömel, möchte die Lehrbelastung für Spitzenforscher und -forscherinnen an der Humboldt-Universität (HU) künftig senken. Dies kündigte er in seinem Zehn-Punkte-Programm Anfang Februar an. Demnach soll ein Teil der Professoren und Professorinnen ihren zeitlichen Schwerpunkt auf die eigene Forschung legen können. „Wir müssen Mittel und Wege fi nden, Forschern Raum und Mittel für exzellente Forschung zu geben“, begründete Prömel seinen Vorschlag. Weiter will Prömel den Ausbau der Förderungsprogramme für Doktoranden vorantreiben. In den kommenden Jahren soll die Hälfte von ihnen in strukturierten Programmen ausgebildet werden. [...]

24. März 2006

HU: Security and Society

Die Humboldt-Universität und die Georgetown University, Washington, D.C. bieten von Juni bis Juli ein multi-disziplinäres internationales Sommerprogramm an, das die Bedeutungen und Wirkungen staatlicher Anti-Terror-Politik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Der erste Programmteil fi ndet in Washington statt. Enge Kontakte zu führenden amerikanischen Sicherheitsexperten ermöglichen dort Vorlesungen und Seminare sowie zahlreiche Besuche in Washington. Der zweite Programmteil in Berlin richtet den Fokus auf theoretische, philosophische und politische Aspekte von „Sicherheit“.
Weitere Informationen:
nyc@hu-berlin.de
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24. März 2006

TU: Mehr und bessere Tutoren

Mehr Tutoren und kleinere Gruppen sollen die Studienqualität verbessern. Dafür will die TU in den nächsten drei Jahren zehn Millionen Euro ausgeben. Um die Qualität der Lehre zu erhöhen, erhalten Tutoren, Dozenten und Professoren außerdem eine Weiterbildung in Didaktik. [...]

24. März 2006

TU: Neuer Geo-Master

Mit der Entwicklung zur modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft ist der Bedarf an Geoinformationen enorm gestiegen. Das Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik startet daher zum Wintersemester 2006/07 den internationalen, englischsprachigen Masterstudiengang „Geodäsie und Geoinformationstechnik“. Kandidatinnen und Kandidaten mit internationalen Studienabschlüssen wird empfohlen, sich bis zum 15. April zu bewerben. Einheitlicher Bewerbungsschluss ist jedoch der 15. Juli 2006. Für den Masterstudiengang werden keine Studiengebühren erhoben. [...]

24. März 2006

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